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Der Graben Songtext

Mutter, wozu hast Du Deinen aufgezogen,
Hast Dich zwanzig Jahr' um ihn gequält?
Wozu ist er Dir in Deinen Arm geflogen,
Und Du hast ihm leise was erzählt?
Bis sie ihn Dir weggenommen haben
Für den Graben, Mutter, für den Graben!

Junge, kannst Du noch an Vater denken?
Vater nahm Dich oft auf seinen Arm,
Und er wollt' Dir einen Groschen schenken,
Und er spielte mit Dir Räuber und Gendarm
Bis sie ihn Dir weggenommen haben
Für den Graben, Junge, für den Graben!

[(Text des Liedes von Hanns Eisler:)
Drüben die französischen Genossen
lagen dicht bei Englands Arbeitsmann,
alle haben sie ihr Blut vergossen
und zerschossen ruht heut Mann bei Mann,
alte Leute, Männer, mancher Knabe
in dem einen großen Massengrabe.

Seid nicht stolz auf Orden und Geklunker,
seid nicht stolz auf Narben und die Zeit,
in die Gräben schickten euch die Junker,
Staatswahn und der Fabrikanten Neid!
Ihr wart gut genug zum Fraß für Raben
für das Grab, Kameradern, für den Graben.
(weiter bei "Hört auf ...")]

Werft die Fahnen fort!
Die Militärkapellen spielen auf
Zu Eurem Todestanz!

Seid Ihr hin?
Seid Ihr hin?

Ein Kranz von Immortellen,
Das ist dann der Dank des Vaterlands!

Hört auf Todesröcheln und Gestöhne!
Drüben stehen Väter, Mütter, Söhne,
Schuften schwer, wie ihr, um's bißchen Leben.
Wollt Ihr denen nicht die Hände geben?
Reicht die Bruderhand als schönste aller Gaben
Über'n Graben, Leute, über'n Graben!
Fragen über Kurt Tucholsky
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Kurt Tucholsky - Der Graben
Quelle: Youtube
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