Philipp Lahm: Schwule Fußballer sollten sich nicht outen

Philipp Lahm: Schwule Fußballer sollten sich nicht outen
18. Februar 2021, 07:52 Uhr
Philipp Lahm rät schwulen Fußballspielern vom Coming-Out ab.

Der ehemalige FC Bayern- und Nationalspieler kann auf eine lange und ereignisreiche Karriere in dem Sport zurückblicken. Er hat die Branche in allen Details kennengelernt, weshalb ihm auch die Problematik der Homosexualität im Fußball nicht unbekannt ist. Zwar sollten wir im 21. Jahrhundert in fortschrittlicheren Zeiten leben, doch der Ex-Sportler rät aktiven Spielern trotzdem davon ab, sich während ihrer Karriere zu outen.

In seiner Biografie ‚Das Spiel: Die Welt des Fußballs‘ gibt der 37-Jährige Einblicke in seine Erfahrungen im Profifußball und er erklärt darin: „Es mag Städte und Vereine geben, wo solch ein Coming-out eher möglich wäre als anderswo. Aber gegenwärtig scheinen mir die Chancen gering, so einen Versuch in der Bundesliga mit Erfolg zu wagen und nur halbwegs unbeschadet davonzukommen.“ Sein Kollege Thomas Hitzlsperger, der sich erst nach seiner aktiven Karriere outete, habe den Zeitpunkt seines Outings schlau gewählt. Daher rät Lahm jedem homosexuellen Spieler auch dazu, der sehr wahrscheinlichen Diskriminierung eher aus dem Weg zu gehen. „Er wird nicht mit der gleichen Reife bei allen Gegnern im Sport und ganz sicher nicht in allen Stadien rechnen dürfen, in denen er antritt."

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